Skip to main content

Inspektion der Alltagsroutinen

By 2. Januar 2019Allgemein

Alltagsroutinen

Wer kennt sie nicht, die diversen Gefühlslagen. Gerade war man noch bester Stimmung, plötzlich kommt wer oder was quer – und zack, wurde aus der guten Stimmung eine miese. Manchmal kann man es an nichts Konkretem festmachen, man merkt nur, die eigene gute Laune ist weg. Sei es durch eine aufgeschnappte Bemerkung oder  eine konkrete verbale Attacke. Je nachdem, in welcher persönlichen Stimmung Sie das trifft, werden Sie reagieren. Das kann gelassen sein oder Sie sind sofort angesteckt. In solchen Situationen reagieren wir oft mehr automatisch als bewusst. 

Sicher kennen auch Sie solche Menschen, die überwiegend guter Laune sind, die meistens ein Lächeln im Gesicht haben und irgendwie in sich ruhen. Wie machen die das nur?

Sich selbst bewusst sein

Das Leben gleicht manchmal einer langen Autofahrt. Zu Beginn der Fahrt ist man noch voll dabei. Nach einigen Kilometern befindet man sich jedoch wie im Autopilot. Kennen Sie das, dass Sie am Ende der Fahrt nicht mehr so genau sagen können, was Sie auf der Strecke links und rechts der Straße gesehen haben? Das bedeutet keineswegs, dass Sie nicht verkehrssicher gefahren sind. Ihre Fahrt verlief jedoch sehr automatisch. Sie haben als Fahrerin oder Fahrer bestens funktioniert.

So läuft es bei vielen Menschen im Alltag. Routinevorgänge schon morgens beim Aufstehen bis zum Abend, wenn man zu Bett geht. Immer gleiche Abfolgen mit wenigen Abweichungen.

Natürlich haben Routinen ihre absolute Berechtigung. Nicht auszudenken, wenn jeden Tag jeder Schritt von neuem überlegt und ganz bewusst ausgeführt werden müsste. Das würde uns völlig überfordern. Trotzdem ist es wichtig, die Automatismen ab und zu einer Inspektion zu unterziehen. Sich bewusst machen, wie man sein möchte. Wer man sein möchte. Klarheit gewinnen über die eigenen Positionen. Sicher kostet es erstmal Mut, sich diesen Fragen zu stellen. Es könnten unbequeme Antworten zu Tage kommen, die zu Veränderungen in Ihren Beziehungen führen. Sowohl in Ihrer Beziehung zu sich selbst, als auch in den Beziehungen zu Ihren Mitmenschen.

Inspektion

Für viele ist sie ungewohnt, die Inspektion „in eigener Sache“. Erfordert doch schon die Alltagsroutine genug Energie. Geht es Ihnen auch so, dass Sie da lieber nicht sooo genau hinschauen wollen, ob es noch passt für Sie in Ihrem Alltag? Und doch erscheint genau dieses Hinschauen elementar zu sein. Wenn Sie an Ihre Arbeit zum Beispiel im Krankenhaus denken, wie oft waren Sie schon damit konfrontiert, dass Patientinnen oder Patienten damit haderten, was sie in ihrem Leben noch so vorhatten, ihnen ihre Krankheit jedoch nicht mehr viel Lebens-Zeit lässt? Was lösten oder lösen solche Begegnungen in Ihnen aus?

Mich prägten diese Begegnungen schon in sehr jungen Jahren als Krankenschwester. Leben ist jetzt. Hier und heute. Mag sein, dass man das derzeit in vielen Ratgebern und Artikeln zu oft las und man nicht mehr so hinhören mag, bei diesem „hier und jetzt“.

Wenn Sie jedoch in sich hinein hören, was ist Ihnen wichtig? Was wollten Sie schon lange angehen oder anders machen? Wo leben Sie entgegen Ihrer Werte oder Überzeugungen? Was lässt Sie schon morgens müde sein, ehe der Tag richtig begonnen hat?

Klarheit

Je mehr Klarheit Sie über sich selbst, Ihre Werte und Lebenswünsche haben, umso gelassener und ruhiger können Sie werden. Weil Sie so leben, wie Sie leben möchten. Wenn Sie zum Beispiel wieder „Ja“ sagen zu Ihrem Job, weil Sie bei genauem Betrachten wieder wissen, warum Sie beruflich das tun, was Sie tun. Dadurch können Sie im besten Fall wieder Spaß an Ihrem Tun gewinnen. Mitunter ist der Antrieb, warum man sich für seinen Beruf entschieden hatte, mit den Jahren verschüttet worden. Schauen Sie doch mal wieder hin, auf die Dinge, die Ihnen gut gefallen. Welche Vorteile haben die Schichtarbeitszeiten für Sie? Wie groß ist Ihr Gestaltungsspielraum in den Begegnungen mit Ihren Patientinnen oder Patienten, mit Ihren Kolleginnen und Kollegen? Was gefällt Ihnen am interdisziplinären Zusammenarbeiten?

Es gilt jedoch eben auch zu schauen, wo Sie Veränderung brauchen, um (wieder) Erfüllung im (beruflichen) Alltag zu finden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich erlauben, sich solchen Fragen zu stellen, die sicherlich immer wieder leise in Ihnen zu hören sind. Wenn Sie alleine nicht weiterkommmen oder Sie Ihre Antworten fürchten, trauen Sie sich, einen guten Freund oder eine gute Freundin zu Rate zu ziehen. Natürlich kann auch ein Coach ein Ansprechpartner sein, mit Ihnen näher hinzuschauen und Sie ein Stück Ihres Lebenswegs zu begleiten, damit Sie Ihre Antworten finden können.

Leave a Reply

Close Menu

Direkter Kontakt

Silke Wüstholz

+ 49 (0)160/966 312 65
info@silke-wuestholz.de

Newsletter

Möchten Sie monatlich von mir frische Impulse zu mehr Sinn & Freude im Leben und im Job? Dann klicken Sie auf den Button und tragen sich ein.

Ja, ich möchte die monatlichen Impulse!