Standpunkt

Mitten in einem Gespräch zu einem heiklen Thema. Sie hörten bis dahin nur zu, als Sie die Frage trifft: “Und was meinst DU dazu?” Hat Sie diese Frage auch schon mal kalt erwischt? Sie haben zwar eine Meinung zum Thema, aber ob Sie nun in dem Moment und der Runde genau dazu stehen wollen? Können? Oder müssen Sie genau genommen dazu stehen, selbst wenn es in dem Moment eher unpoplär sein wird, was Sie meinen? Oder davon halten?

Klarheit und Haltung

Zu den eigenen Werten zu stehen, erfordert neben Mut auch Klarheit. Wie klar sind Sie sich in Ihren Werten? Welche Haltung haben Sie? Zu Ihrem Arbeitsplatz? Zu Ihrer Partnerschaft? Zu Ihrem Verständnis von Leben? Wie klar stehen Sie zu sich selbst? Oder können dazu stehen?

Nicht selten gehen Menschen innere Kompromisse ein. Sie können oder wollen in bestimmten Situationen nicht zu ihrer Position stehen. Sie fürchten die Konsequenzen – und malen sich natürlich die schlimmsten aus. Werde ich noch gemocht, wenn ich “nein” sage? Werde ich beim nächsten Mal trotzdem wieder eingeladen, auch wenn ich heute nicht mag? Was, wenn ich nun wirklich sage, was ich meine?

Haben Sie das schon erlebt, dass Sie wochenlang, monatelang oder noch länger, fest davon überzeugt sind, wenn Sie zu sich selbst stehen in der und der Situation oder jenem Menschen gegenüber, dass dann das und das passieren würde? Sich das ausgemalt? Und dann kommt der Tag, an dem es unvermeidbar ist, Farbe zu bekennen – und das Wunder geschah: Erleichterung auf beiden Seiten, weil Jede/r dem anderen was vormachte, aus diversen Ängsten und Vorstellungen heraus?

Mir fällt die Geschichte des alten Ehepaares ein, das sich ihr Leben lang ihr Brötchen so teilte, dass die Frau die obere Hälfte bekam, der Mann die untere. Jeder in der festen Überzeugung, dem anderen eine große Freude zu machen, obwohl man selbst lieber oben (oder unten) gehabt hätte. Jeder heuchelte seine Freude – und ärgerte sich innerlich über den Verzicht. Bis sie eines Tages feststellten, dass ihr jahrelang gut gemeintes Brötchenopfer völlig unnötig war. Das Frühstück machte ab dem Tag sicher viel mehr Freude.

Was ist Ihre Brötchenhälfte im Leben? Wo möchten Sie gerne mutiger zu Ihrem Standpunkt und Ihrer Haltung stehen? Nur Mut. Wenn Sie Lust haben, freue ich mich über Ihre Rückmeldung, wenn Sie etwas für sich Mutiges geschafft haben. Viel Erfolg!

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