Ausser Atem

By 12. Februar 2018Allgemein

Bei flacher Atmung durch den Tag gehetzt

Wie wichtig die Atmung ist, weiss heutzutage jedes Kind. Was für Folgen es hat, wenn es mit der Atmung pathologisch wird, wissen Sie ganz besonders gut seit Studium und Ausbildung. Ich schätze, dass die Atmung Ihrer Patienten mit das Erste ist, auf das Sie achten. Wenn Ihr Patient auf die Station kommt, wenn Sie als Notarzt unterwegs sind, wenn Sie ihre Schicht antreten. Sie achten da schon so selbstverständlich drauf, dass Sie es als Profi vermutlich unbewusst tun. Und trotzdem sofort wahrnehmen, wenn in der Atmung Ihres Gegenübers etwas nicht in Ordnung ist. Wenn Ihr frisch operierter Patient Schmerzen hat, atmet er automatisch flach. Auch das sehen Sie als Profi sofort und handeln entsprechend. Ich möchte hier nun nicht ausführlicher auf Krankheitsbilder mit Atemproblemen eingehen, die kennen Sie selbst alle zur Genüge. Worauf ich hier eingehen möchte ist die Atmung in Ihrem Alltag.

Was passiert mit Ihnen als Arzt oder als Pflegekraft, wenn Sie über Ihre ganze Schicht keine Zeit zum Durchatmen haben? Noch schlimmer, wenn Sie sich diese Zeit auch gar nicht nehmen?

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie wohltuend es ist, durchatmen zu können. Das dauert wenige Sekunden. Am besten am offenen Fenster. Ganz tief einatmen und ganz bewusst wieder ausatmen. Gerade in Situationen, in denen Sie so gar nicht mehr recht wissen, wo Ihnen der Kopf steht, was Sie als erste von all Ihren anstehenden Aufgaben erledigen sollen. Nehmen Sie sich bewusst die paar Sekunden des bewussten Atmens. Sie werden sehen, das kann Wunder wirken.

Probieren Sie es doch auch als Abschluss Ihres Arbeitstages, wenn Sie Ihre Klinik oder Praxis verlassen. Vor der Türe ein paar Mal ganz bewusst atmen.

Ich wünsche Ihnen wohltuende Erfahrungen damit.

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